In diesem kurzen Ratgeber beantworten wir die Frage „ bitte entschuldigen sie die unannehmlichkeiten und danke für ihr beantworten wir im heutigen Beitrag. Also ohne viel Aufhebens, lassen Sie uns eintauchen und mehr darüber herausfinden.

Selten schreibe ich Blogartikel aus kochenden Emotionen heraus, aber irgendwann ist bekanntlich immer das erste Mal. Auch wenn ich heute exemplarisch die Deutsche Post und DHL durch den Kakao ziehe, so stört mich dieses „Danke für Ihr Verständnis“ schon ziemlich lange. Ob – wie in diesem Fall – bei einer geschlossenen Postfiliale oder auf den Schildern am Ende einer Baustelle auf der Autobahn, nachdem ich viel Zeit im Stau verbracht, aber keinen Bauarbeiter gesehen habe. Wie kann jemand einfach so voraussetzen, dass ich Verständnis für eine Entscheidung oder Situation habe und sich hierfür auch noch blind bedanken? Diese Floskel hat für mich etwas mit Zeitgeist und Haltung unserer Gesellschaft und dem täglichen Miteinander in der Arbeitswelt und auch im Privatleben zu tun. Mein harmloses Post-Erlebnis steht heute hier symbolisch für Situationen und Begegnungen mit anderen Menschen und ihrer Haltung, die ich in letzter Zeit immer häufiger bewusst wahrnehme und die mich sehr nachdenklich stimmen. Aber der Reihe nach. Alles begann am Donnerstag letzter Woche …

„Wir bitten, dies zu entschuldigen und danken für Ihr Verständnis.“

Es kommt häufiger vor, dass dieser kleine gelbe Zettel mit dem aus dem Gürteldrucker des DHL-Boten ausgespuckten Klebestreifen bei uns im Briefkasten landet: „Wir konnten Sie leider nicht antreffen, Ihr Paket liegt in der Postfiliale für Sie bereit. Abholung am Freitag nicht vor 14 Uhr.“ Ich hoffte, dass es nicht ausgerechnet die 12 Weinflaschen sind, die ich auch neulich bestellt hatte. Die Filiale ist zu Fuß gerade mal 5 Minuten entfernt, also eigentlich kein Problem. Und so ging ich Freitag hin, um mein Paket abzuholen.

Die automatische Schiebetür der Filiale ist geschlossen, der Lamellenvorhang dahinter zugezogen. Ich entdecke eine an der Scheibe von innen angebrachte Mitteilung, dass die Filiale kurzzeitig geschlossen ist. Mein erster Gedanke: Die sind bestimmt überfallen worden. Da kommt wohl noch der alte Bank-Azubi bei mir durch.

Aushang DHL

Ich lese mir den Aushang im Detail durch. Und da ist es wieder: „Wir bitten, dies zu entschuldigen und danken für Ihr Verständnis.“ Achten Sie einmal darauf, wie oft sich jemand einfach so für Ihr Verständnis bedankt, ohne auch nur einen Schimmer von Ahnung zu haben, ob Sie wirklich Verständnis für die Situation aufbringen. Dazu später mehr.

Am Samstag dann ein neuer Anlauf. Tür zu. Gleicher Zettel. Daneben klebt jedoch jetzt mit der Hand geschrieben ein weiterer, kleiner Zettel: „Montag, 9.5. wieder geöffnet!“ Immerhin war ich jetzt schlauer – dachte ich zumindest. Sie ahnen es: Das gleiche Bild am Montag. Nicht ganz, denn der kleine Zusatz-Zettel war abgerissen. Sie können sich vorstellen, dass sich mein Verständnis nach drei Anläufen stark in Grenzen hielt.

Wo bleibt das Verständnis für den Kunden?

Ich hing mich ans Telefon. Im ersten Anlauf hatte ich unter der Nummer der Kundenbetreuung von Deutsche Post / DHL einen gebrochen deutsch sprechenden Mitarbeiter dran, dem ich (ungelogen!) sieben Mal die Sendungsnummer diktierte, bis er das Paket immer noch nicht gefunden hatte. Aber ich wollte ja auch nur wissen, wann die Filiale wieder öffnet oder was ich tun kann, um an mein Paket zu kommen. Dass es dort bequem im hinteren Lagerraum liegt, wäre ja auch keine Neuigkeit gewesen.

Die Kundenbetreuung war nicht informiert, dass die Filiale geschlossen ist und das könne ja gar nicht sein. Der Mitarbeiter erklärte mir, ich solle halt warten, bis sie wieder öffnet und nannte mir die Öffnungszeiten, die er scheinbar im System angezeigt bekam. Ja, die stehen auch auf meinem Abholschein. Ich hatte keine Lust mehr, (wortwörtlich) nicht verstanden zu werden und er wurde dann auch laut.

Zweiter Versuch. Das Call-Center ist so groß, da erwischt man ja immer jemand anderen. So war es auch: Eine Frau diesmal. Ich erklärte ihr freundlich den Sachverhalt. Immerhin fand sie mein Paket sofort unter der Sendungsnummer. Warum die Filiale geschlossen sei und wer mir sagen könne, wann sie wieder öffnet, wollte ich wissen. „Wir sind hier die Kundenbetreuung und für die Filialen nicht verantwortlich!“ antwortete sie forsch. Auf meine Frage, wer denn verantwortlich sei, hatte sie keine Antwort. Stattdessen ging es weiter im definierten Konzernprozess: „Ich nehme eine Reklamation auf.“ Was mir diese Reklamation bringen würde, wenn niemand an das Paket rankommt, habe ich sie gefragt. Das wusste sie auch nicht, aber die Mitarbeiter, die die Reklamation bearbeiten, die würden sich melden. Wann? – „Keine Ahnung!“ Denn sie bearbeite es ja nicht weiter. Da sie inzwischen ebenfalls schnippisch und laut wurde, habe ich mir ihren Namen geben lassen – aber was nützt das, wenn Sie niemanden an die Strippe bekommen, der verantwortlich ist, geschweige denn mein Problem lösen kann?

Ich bin ja ein Fuchs – dachte ich – und machte mich auf die Suche nach einer Telefonnummer auf der Website der Postbank. Wenn die Deutsche Post / DHL nicht für die Filialen verantwortlich sind, vielleicht dann die Postbank. Stand ja auch unten auf dem Ausdruck an der Tür drauf. Ich fand eine Nummer, die sogar für Beschwerden gedacht sein sollte: „Sagen Sie 1, wenn Sie Informationen zum Online-Banking wünschen oder 2, wenn Sie direkt mit dem Online-Banking verbunden werden möchten.“ … EINS! … „Bitte haben Sie Verständnis, dass wir den Kontakt nur nach Eingabe Ihrer Legitimation durch Ihre Kontonummer und PIN herstellen.“ Nein, dafür habe ich als Nicht-Kunde der Postbank gerade kein Verständnis! – Verständlich, oder? 😉

Was diese Floskel über Zeitgeist, Unternehmenskultur und persönliche Haltung aussagt

Ich habe mal wieder zu spüren bekommen, dass Konzerne Prozesse lieben, die keine Ausnahmen zulassen. Dass die Mitarbeiter des Kunden-Service keinerlei Verständnis (und da ist es wieder!) für meine Situation als Kunde aufbringen konnten. Ich frage mich, was die Mitarbeiter der Filiale (dazu komme ich später) und auch der telefonischen Kundenbetreuung getan hätten, wenn ihr eigenes, dringend erwartetes Paket auf unbestimmte Zeit irgendwo klemmt und sich niemand in einem Dienstleistungsunternehmen hierfür verantwortlich fühlt.

Dieses kleine Erlebnis, wie Sie alle es wahrscheinlich auch im Kontakt mit Dienstleistern schon oft ähnlich erfahren haben, ist für mich ein bisschen typisch für unsere Zeit und daher schreibe ich heute hier darüber. Viele Unternehmen brüsten sich mit Corporate Social Responsibility, Employer Branding und wollen zu den Top-Arbeitgebern zählen. Ihre Prozesse sind zukunftsfähig, schließlich stecken wir ja mitten in der Digitalisierung. Ein moderner Konzern von Welt mit einem frischen Anstrich.

Werde ich jedoch als Kunde – und viele von Ihnen, liebe Leser, kennen mich und wissen, dass ich ein ruhiger Zeitgenosse bin – bei drei Kontaktpunkten von überforderten Mitarbeitern laut angegangen, dann hat das etwas mit Kultur, Haltung und Umgangsformen im gesamten Unternehmen zu tun – diese Hypothese stelle ich hier zumindest mal in den Raum.

Es hat sich niemand echt für mein Anliegen interessiert. Ich fühlte mich wie der dumme, störende Kunde, der sich doch einfach auf unbestimmte Zeit noch ein bisschen gedulden soll. Weil sich heute Probleme immer einfach so in Luft auflösen? Eine Haltung, die ich nicht akzeptieren kann. Aber dafür schonmal danke für mein Verständnis!

Ich finde es erschreckend, dass aus meiner Wahrnehmung immer mehr Angestellte heute – nicht nur in Konzernen – am Arbeitsplatz pflichtgemäß definierte Prozesse befolgen, keine eigene Verantwortung (im Übrigen auch nicht für sich selbst!) übernehmen, sämtliche Empathie abstreifen, ihren eigenen Verstand ausschalten und Dienst nach Vorschrift machen. Wer hat ihnen das so beigebracht? Oder wo und wann haben sie selbst beschlossen, dass genau das richtig und gut für sie ist?

Verständnis basiert auf Verstehen

Dienstag Nachmittag war ich wieder dort. Geöffnet. Drei Mitarbeiterinnen hinter dem Schalter, eine Schlange von 15 Kunden vor mir. Ich höre, wie ein älterer Mann lautstark die Damen beschimpft. Ja, das war bestimmt kein schöner Tag für die Angestellten dort – oder sind es noch Beamte?

Ich war an der Reihe und bekam mein Paket. Ich fragte höflich, was der Grund für die Schließung gewesen sei. Ich wollte es einfach nur verstehen, warum ich in den letzten drei Tagen einen Spaziergang ohne Erfolg gemacht hatte. „Personalmangel. Wenn keiner da ist, dann können wir nicht öffnen!“ kam es mir entgegen. Ja, krank werden wir alle mal und vielleicht sind ja tatsächlich bei diesem schönen Wetter und dem Brückentag mehrere Mitarbeiter wie aus heiterem Himmel erkrankt 😉 Ich sagte ihr, dass ich es hilfreich gefunden hätte, wenn sie „wegen Personalmangel“ auf den Aushang geschrieben hätten. Denn Verständnis komme von verstehen und ich hätte es gerne verstanden, um Verständnis aufzubringen. Ich glaube, das war viel zu philosophisch, denn ich erfuhr patzig: „Wir haben nur das eine Formular, da kann man sowas nicht reinschreiben!“

Die Methode „Verantwortung abgeben“ fand damit ihren Höhepunkt. Ich gab’s auf. Wie schön wäre doch zumindest ein „Es tut uns leid, dass Sie Ihr Paket erst 5 Tage später erhalten.“ gewesen. Vielleicht gibt es da draußen ja doch noch jemanden, der sich entscheidet, Verantwortung zu übernehmen und hierzu Stellung beziehen möchte.

Verstehen basiert auf Klarheit

Mein persönliches Erlebnis lässt sich auf das übertragen, was mir viele Klienten aus ihrem heutigen Arbeitsleben schildern: Verantwortung ist vom Aussterben bedroht, mangelnde Klarheit zwischen Chefs und Mitarbeitern ist die Hauptursache von Konflikten infolge Missverständnissen und die Mühe, eine andere als die eigene Perspektive zu verstehen, die macht sich in der Hektik des Alltags kaum noch jemand.

Und so kommt es, dass Vorstände der Belegschaft neue Strategien oder Einsparmaßnahmen verkünden oder Chefs unangenehme Entscheidungen treffen, ohne dabei für Klarheit zu sorgen und sie sich im nächsten Augenblick darüber wundern, dass die Belegschaft verständnislos auf die Barrikaden geht.

Erwarte ich, dass andere Verständnis für meine Entscheidung, Denkweise oder Handlung aufbringen, dann muss ich Verantwortung übernehmen und erst einmal Klarheit über meine individuelle Perspektive, die Handlungsmotive und die Ziele bzw. die gewünschten Folgen meiner Handlung herstellen.

Hätte sich ein Mitarbeiter der Postfiliale dafür entschieden, Verantwortung zu übernehmen, wäre es aus meiner Sicht ein Leichtes gewesen, Klarheit für die Kunden herzustellen – auch wenn es hierfür weder Prozess noch Formular gibt.

Denn nur wer anderen die Chance gibt, sein Verhalten zu verstehen, der kann auf ihr Verständnis hoffen. Ach ja: hoffen. Denn ob ich wirklich Verständnis aufbringe, das bleibt doch immer noch meine Entscheidung.

Top 4 bitte entschuldigen sie die unannehmlichkeiten und danke für ihr tổng hợp bởi Tin nha dep

Heißt es: Entschuldigen sie mich/mir die Unannehmlichkeiten.?

  • Autor: gutefrage.net
  • Einreichungsdatum: 04/14/2022
  • Bewertung: 4.77 (268 vote)
  • Zusammenfassung: das wort entschuldigen kann sowohl reflexiv, aber auch imperativ gebraucht werden. „entschuldigen sie die unannehmlichkeiten“ heißt nichts anderes als …

bitte%20Entschuldigen%20Sie%20Unannehmlichkeiten in Englisch

  • Autor: de.glosbe.com
  • Einreichungsdatum: 06/26/2022
  • Bewertung: 4.5 (511 vote)
  • Zusammenfassung: Excuse us for the inconvenience. tatoeba. Sollte sie korrekt sein.Vielen Dank und entschuldigen Sie bitte die Unannehmlichkeiten.

7 Wege, sich beim Kunden zu entschuldigen

 7 Wege, sich beim Kunden zu entschuldigen
  • Autor: packhelp.de
  • Einreichungsdatum: 07/04/2022
  • Bewertung: 4.3 (498 vote)
  • Zusammenfassung: Kreativ werden. „Bitte entschuldigen Sie die Unannehmlichkeiten“ und „Bitte entschuldigen Sie die Umstände“ sind Standard-Sätze. Damit fühlen sich Ihre Kunden …
  • Suchergebnisse: Kennen Sie den passiv-aggressiven Emoji? 🙂 Den sollten Sie lieber nicht verwenden. Es gibt jedoch ein paar wenige Emojis, die Ihre Entschuldigungs-E-Mail ein bisschen untermalen. Wie wäre es mit einem Blumenstrauß-Emoji? 💐 Wussten Sie, dass dieses …

Einschränkungen und Verzögerungen im Prüfablauf

  • Autor: usk.de
  • Einreichungsdatum: 11/04/2022
  • Bewertung: 4.11 (303 vote)
  • Zusammenfassung: Bitte entschuldigen Sie etwaige Unannehmlichkeiten und vielen Dank für ihr Verständnis. Bei weiteren Fragen richten Sie sich gerne an den …