Außerdem besprechen wir, einer für alle alle für einen zitat beantworten wir im heutigen Beitrag. Wenn Ihr noch mehr Anregungen oder Bemerkungen habt, hinterlasst uns bitte einen Kommentar.

Frankreich im Zeitalter der Restauration

1815 ging in Europa eine Ära zu Ende. Fast anderthalb Jahrzehnte hatte Napoleon dem Kontinent seinen Stempel aufgedrückt. Der katastrophale Ausgang des Russlandfeldzugs leitete jedoch sein Ende ein. Zwar gelang es ihm noch einmal, aus der Verbannung auf der Insel Elba an die Macht zurückzukehren – unter dem Jubel der Bevölkerung marschierte er nach Paris und brachte das Militär auf seine Seite -, die „Herrschaft der 100 Tage“ endete jedoch mit der Niederlage bei Waterloo. Napoleon dankte ab und wurde auf die Insel St. Helena verbannt, wo er 1821 starb.

Sein Nachfolger Ludwig XVIII. trieb entschlossen die Restauration voran. Der neuen Verfassung gab er kein demokratisches, sondern ein dynastisches Fundament. Das Zensuswahlrecht sicherte dem Adel jederzeit die Senatsmehrheit zu. In der Folge weitete sich der weiße Terror aus: Fanatische Royalisten lynchten Hunderte Protestanten und Liberale. 1824 kam Ludwigs Bruder Karl X. an die Macht und verschärfte die reaktionäre Politik. Als er 1830 das Parlament auflöste, rief die liberale Opposition zum Widerstand gegen die Staatsgewalt auf. Im Zuge der Julirevolution musste Karl auf sein Amt verzichten.

Der neue König Louis-Philippe widmete sich nun ganz dem Bürgertum und räumte ihm größte ökonomische Freiheiten ein. Weil die Wirtschaft infolge des Eisenbahnbaus boomte, konnten einige Bürger immense Reichtümer anhäufen. In ihrem Schatten bildete sich eine neue Klasse heraus: das Proletariat. Da die Politik dessen Armut vollkommen ignorierte, entwickelte es sich zum Brandherd für künftige soziale Großkonflikte.

Entstehung

Am 29. Dezember 1843 kündigte die Tageszeitung Le Siècle einen Fortsetzungsroman unter dem Titel Athos, Porthos et Aramis an. Zu der Zeit lag der Redaktion jedoch noch kein fertiger Roman vor, sondern nur wenige Kapitel. Dumas musste also tagtäglich neue Teile produzieren. Um die immense Arbeit zu meistern, engagierte er einen fähigen Gehilfen: den Historiker Auguste Maquet. Dank dessen Hilfe konnte der Vielschreiber Dumas im Jahr 1844 neben Die drei Musketiere sogar 15 weitere Titel publizieren. Dumas gab dem literarischen Schreiben ein industrielles Gepräge. Den schöpferischen Prozess gestaltete kein einsam-genialisches Subjekt, sondern ein umtriebiger Unternehmer mit seinen Mitarbeitern. Durch ökonomische Arbeitsteilung zielte man auf Massenproduktion und damit auf Gewinnmaximierung.

Auf die Idee für den Roman brachten Dumas die Mémoires d’Artagnan von Gatien de Courtilz de Sandras aus dem Jahr 1700. Dumas begriff Die drei Musketiere als Teilstück eines Großprojekts zur Nationalgeschichte Frankreichs. Zudem knüpfte er damit an die italienische Komödie „di spada e cappa“ an. Von ihr stammt das Genre des Mantel-und-Degen-Romans, worauf auch der Titel des 15. Kapitels weist: „Männer der Robe und Männer des Degens“. Die Verschmelzung von Abenteuer und Realgeschichte geht auf Walter Scott zurück. Der Schotte hatte 1820 mit seiner Ritterromanze Ivanhoe Maßstäbe gesetzt.

Wirkungsgeschichte

Die drei Musketiere erschien vom 14. März bis zum 14. Juli 1844 in der Zeitschrift Le Siècle in 82 Folgen. Noch im selben Jahr brachte ein Pariser Verlag den Roman als Buch heraus; zwei Brüsseler Verlage fertigten Raubdrucke an. Schon 1845 wurde der Roman ins Deutsche übersetzt. Die drei Musketiere wurde ein grandioser Publikumserfolg und machte den Dramatiker Dumas nun auch als Romancier berühmt. Zahlreiche Kollegen versuchten von dem Erfolg zu profitieren und schrieben eigene Musketierromane. Dumas selbst verfasste zwei Fortsetzungen: 1845 erschien Zwanzig Jahre später und 1850 Der Mann mit der eisernen Maske.

Gustav Flaubert wies Dumas in seinem Roman Bouvard und Pécuchet einige historische Fehler nach und ließ seine Titelhelden verkünden, Dumas’ Figuren seien „behende wie Affen, stark wie Ochsen und munter wie Buchfinken“. 1845 schrieb Eugène de Mirecourt eine rassistische Polemik gegen Dumas: Seine industrielle Arbeitsmethode würdige die beteiligten Autoren „zum Stand von Negern herab, die unter der Fuchtel eines Mulatten arbeiten“. Dumas klagte erfolgreich gegen Mirecourt, doch sein Ruf als minderwertiger Autor ließ sich nicht mehr so leicht aus der Welt schaffen.

In neuerer Zeit haben Film und Fernsehen massiv auf den Stoff der Drei Musketiere zurückgegriffen. Über 30 Mal kam er in die Kinos oder ins TV. Hollywood steuerte Produktionen mit Starbesetzung bei, etwa 1993 eine mit Charlie Sheen als Aramis, Kiefer Sutherland als Athos und Tim Curry als Richelieu.

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