Wir hoffen Euch mit diesem umfassenden Artikel einen guten Einblick in hallo wie geht es dir bilder beantworten wir im heutigen Beitrag. Wenn Ihr noch mehr Anregungen oder Bemerkungen habt, hinterlasst uns bitte einen Kommentar.

70 Tipps, die deine Fotografie für immer verbessern

Du bist auf einer Gruppenreise unterwegs. Natürlich hast du deine Kamera dabei, um ein paar Bilder zu schießen. An einem Aussichtspunkt steigt ihr aus, die Traube bewegt sich zum besten Spot.Etwas abseits an einem anderen Spot siehst du einen Typen stehen.

Vor ihm stehen eine Kamera auf einem Stativ und eine Thermoskanne. Er sieht so aus, als wäre er schon viele Stunden hier. Hat wahrscheinlich den Sonnenaufgang über dieser Wahnsinns-Szenerie erlebt, während du beim Frühstück warst. Du siehst ihm an, dass er Fotograf ist.

Als ihr wieder im Bus verschwindet, steht der Fotograf noch immer da. Scheint eins zu sein mit der Natur. Du weißt, dass seine Fotos unglaublich werden. Weil er Zeit hat. Erfahrung. Weil er Fotograf ist.

Du beneidest den Fotografen-Typen schon irgendwie. Das ist seine Arbeit. Hier draußen zu stehen, in der Natur, die Sonne auf seinem Gesicht. Während dein Urlaub nächste Woche zu Ende ist und du wieder um 8 Uhr im Büro bist, wird er einen anderen spektakulären Ort entdecken.

Er weiß, wo es den schönsten Sonnenaufgang des ganzen Landes gibt. Wo er die meisten Tiere sieht. Wann das Licht über diesem Ort am schönsten ist.

Er arbeitet inmitten der Schönheit der Natur und fängt sie ein. Weil genau das sein Job ist.

Der Beruf des Fotografen landet immer wieder unter den Top 10 der Traumberufe der Deutschen. Laut einer Umfrage von berufsfotografen.de ist Fotograf sogar für 80% der Befragten ein Traumjob.

Warum machen es trotzdem so wenige?

Weil es ein unheimlich harter Job ist.

Die allermeisten Fotografen arbeiten in Fotostudios in der Stadt. Nur 2% stehen als Landschaftsfotograf in der Wildnis, umgeben von atemberaubender Natur.

Es gibt aber Menschen, die es trotzdem geschafft haben.

Wir sind glücklich, dazuzugehören. Und wir haben Tipps für dich. Eine riesige Ladung Tipps für deine Fotografie. Mit jedem Tipp wirst du deinem Traum von atemberaubenden Fotos einen großen Schritt näher kommen.

Und vielleicht ist es nicht dein Ziel, deinen Beruf aufzugeben und Landschaftsfotograf zu werden. Vielleicht ist es dein Ziel, aus dem Bus auszusteigen und ein richtig tolles Foto zu machen, das du dir ins Wohnzimmer hängen kannst, um immer an diese Reise zu denken.

Auch dann sind diese Tipps genau richtig für dich.

Extra-Tipp vorab: Nur Lesen bringt nichts. Du musst umsetzen. Einen Tipp nach dem anderen. Der Profifotograf macht nicht so tolle Fotos, weil er Fotograf ist. Er ist Fotograf, weil er so tolle Fotos macht.

Mach dir einen Tee, nimm dir Zeit und los geht’s.

70 Fototipps direkt aus der Praxis, die deine Fotografie für immer verbessern

1. Fotografiere

Fotografieren lernst du nicht durch Lesen. Youtube. Tests vergleichen. Equipment kaufen. Fotografieren lernst du nur durch Fotografieren. Gehe raus uns mache Fotos. So oft und so viel du kannst. Lass „ich habe keine Zeit“ niemals gelten.

Wir haben viele Tausend Fotos gemacht, bevor ein Umwerfendes dabei war.

2. Fotografiere vor der Haustür

Fotografiere nicht nur auf Reisen. Sei keiner von denen, die sich für eine Reise teures Fotoequipment kaufen, das dann zuhause verstaubt. Warte nicht auf deine nächste Reise. Fotografiere immer, fotografiere zuhause. Sei ständig auf der Suche nach Motiven.

3. Fotografiere überall

Gewöhne dir an, die Kamera überall mithinzunehmen. Lass dir keine Gelegenheit entgehen. Fotografiere auch Dinge, die nicht zu deinem Schwerpunkt gehören. Entdecke neue Bereiche. Schau über den Tellerrand.

4. Probiere Neues

Bleib bloß nicht bei dem, was du schon kannst. Probiere neue Techniken. Die Arbeit mit künstlichem Licht. Makrofotografie. Partyfotografie. Probiere auch, was dich nicht reizt. Mache was Gutes draus. Jedes durchdachte Foto bringt dich weiter.

5. Hör auf, die über dein Equipment Gedanken zu machen

Vergiss ab sofort Gedanken wie „hätte ich nur diese Kamera/Objektiv/Filter…“. Es ist völlig egal, welches Equipment du hast. Du brauchst keinen Lamborghini, um Fahren zu lernen. Fahr einfach!

6. Kümmere dich um deine Fotos

Hör heute auf, für die Festplatte zu fotografieren. Fotografiere für ein Ziel. Häng deine Fotos auf. Verschenke Portraits an geliebte Menschen. Verschick Landschaftsfotos als Postkarten. Fotografiere Tierportraits für das Tierheim. Nutze deine Fotos!

7. Sortiere deine Fotos

Ordne deine Fotos. Lösche die schlechten. Du willst keine 100 Ordner mit miesen Fotos aus deiner Anfangszeit. Behalte die besten 5 oder 10%. Höchstens. Sei konsequent damit. Sortiere nach jeder Fotosession aus.

8. Nimm dich ernst

Verbanne den Gedanken, dass du nicht fotografieren kannst. Erzähle, dass du fotografierst. Sei bekannt als „der Fotograf“ oder „die Fotografin“. Wenn du nicht an dich glaubst, wer soll es sonst tun? Deine Fotos sind mies? Mach weiter bei Tipp 1.

9. Schau dir andere Fotos an

Das ist einer der wichtigsten Tipps. Schau dir ab sofort andere Fotos bewusst an. Wann immer du eins siehst. Analysiere es. Gefällt es dir? Ist es ein gutes Foto? Warum? Warum nicht? Was hat der Fotograf gut oder schlecht gemacht? Wie geht es besser?

Gewöhne dir an, andere Fotos nicht einfach nur anzuschauen. Analysiere sie. Analysiere Bildaufbau, Farben, Licht, Linien und Stimmung. Warum wirkt das Foto? Warum wirkt das Foto nicht?

10. Habe Idole

Suche dir Lieblingsfotografen. Egal ob in einer Kunstgalerie oder auf Instagram. Schau, welche Fotos dich ansprechen und inspirieren. Kaufe dir Bildbände oder geh in Ausstellungen. Vergiss niemals Tipp 9. Was ist so gut an diesen Fotos?

11. Kopiere

Ja, richtig gelesen. Du musst das Rad nicht neu erfinden. Kopiere tolle Fotos. Stelle großartige Ideen nach. Kupfere ab. Hol dir Tipps und setze sie um. Deinen eigenen Stil wirst du sowieso ganz von alleine entwickeln.

12. Pass auf mit Fotocommunities/Facebookgruppen

Manche Gruppen sind Gift. Pass darauf auf. Die Tipps sind nicht immer sinnhaft. In vielen Facebookgruppen und anderen Communitys herrscht kein gutes Klima für dich, wenn du deine Fotografie ernsthaft voranbringen willst. Meide sie im Zweifelsfall.

13. Lass dich bloß nicht entmutigen

Man wird dir sagen, dass dein Foto scheiße ist. Wunderbar. Finde heraus, warum das so ist und mache ein besseres. Hör nur nicht auf. Reflektiere dich immer, aber zweifle dich nicht kaputt. Nimm Kritik an und mach weiter.

14. Höre auf die anderen

Deine schlechtesten Kritiker sind die Menschen, die dir nahe stehen. Sie werden immer sagen, dass deine Fotos toll sind. Frage andere Menschen. Frage erfolgreiche Fotografen. Aber sei gewappnet: Sie sagen dir schonungslos die Wahrheit. Setze ihre Tipps um. Übrigens kannst du auch uns fragen!

15. Höre nicht auf die anderen

Beachte Tipp 14. Aber komm dabei nicht ins Rotieren. Gehe nicht davon aus, dass jeder deiner Kritiker ein guter Fotograf oder Lehrer ist. Versuche niemals, es allen Recht zu machen oder für andere zu fotografieren.

Fotografie Tipps
Hätten wir immer darauf gehört, was die anderen sagen, würden wir heute definitiv gar nicht mehr fotografieren

16. Kenne deine Kamera auswendig

Es führt kein Weg daran vorbei, deine Kamera und die Einstellungen zu kennen. Nimm dir Zeit dafür. Lies das Handbuch. Lerne das Zusammenspiel von Belichtungszeit, Blende und ISO. Es gibt keine andere Möglichkeit.

17. Investiere nicht in Equipment, sondern in Wissen

Kauf dir nicht mehr Equipment, sondern buche ein Coaching oder einen Workshop, kauf ein Buch oder mach sogar eine Fotoreise. Es wird dir suggeriert, du machst mit mehr Equipment bessere Fotos. Das ist nicht so. Erweitere stattdessen dein Fotowissen.

18. Fotografiere bei Mistwetter erst recht

Hast du schon verinnerlicht, dass du immer fotografierst? Lass dich auch von schlechtem Wetter bloß nicht abhalten. Du kannst hier ganz neue Seiten der Fotografie entdecken. Meistere das Mistwetter!

19. Verwirkliche deine Träume

Mache eine Liste mit Dingen, Orten oder Situationen, die du gerne irgendwann mal fotografieren würdest. Nimm dir kurzfristig eins davon vor und verwirkliche es. Es wird sich unglaublich anfühlen!

20. Beobachte die Welt

Vergiss dein Handy. Wenn du draußen bist, schau dir die Welt an. In jedem Detail um dich herum steckt ein Motiv. Finde es. Lerne, die Schönheit der Welt wie ein Kind ganz neu zu entdecken. Sei neugierig und aufmerksam.

Fotografie Tipps
Beobachte die Welt, um ihre Schönheit neu zu entdecken. Mit jedem Tag wirst du mehr Motive sehen

21. Verliere dich nicht in der Technik

Zum Fotografieren brauchst du eine Kamera. Das war’s. Mehr hatten die alten Meister auch nicht. Verliere dich nicht in Gedanken über Filter, Zubehör und Schnickschnack. Nimm dir deine Kamera, egal wie alt sie ist, und fotografiere.

22. Lerne die Regeln

Lerne die Regeln der Belichtung und der Bildgestaltung. Lerne sie wirklich gut. Lies dir an, wann ein Foto unter- oder überbelichtet ist. Wisse, was Dreiteilung und Goldener Schnitt ist. Kenne die Komplementärfarben.

23. Brich die Regeln

Brich die Regeln. Aber erst, nachdem du sie kennst und angewendet hast! Auf keinen Fall andersherum! Ein Foto mit bewusst gebrochenen Regeln ist spannend. Ein Foto mit ignorierten Regeln wird dich als Anfänger entlarven.

24. Wenn du falsch gestalten willst, gestalte falsch

Belichte hunderte Fotos richtig. Lerne, wie das geht. Und danach belichte, wie es dir gefällt. Du kannst deinen eigenen Stil entwickeln. Ein Haufen unserer Fotos sind falsch belichtet. Absichtlich. Damit sie wirken.

Fotografieren bei schlechtem Wetter
Zu dunkel? Ja. Wirkungsvoll? Ja.

25. Zeige wenige deiner Fotos

Du willst nicht für die Festplatte fotografieren, also fang damit gar nicht erst an. Zeige deine Fotos. Aber immer nur eine kleine Auswahl. Langweile die Leute nicht. Zeige von einer Reise nur die besten 5 Fotos. Das sind deine Top 1%. Zeige wenig, zeige Gutes.

26. Identifiziere deine besten Fotos

Für Tipp 25 musst du das beste 1 % deiner Fotos kennen. Das ist vielleicht das allerschwerste. Identifiziere ganz konsequent nur 1 % deiner Fotos als die „Top 1 %“. Mache deinen extra Ordner dafür. Bearbeite sie und zeige sie stolz. Nur diese.

27. Sei nicht traurig über Mistfotos

75 % aller Fotos, die Jan und ich heute noch machen, sind nichts besonderes. Und nur 5 oder 10 % sind so gut, dass wir sie zeigen. Wenn du 100 Fotos machst und eins oder zwei davon gut sind, sei zufrieden. Das ist eine gute Ausbeute. Denk an Tipp 26. 1 % Gutes reicht.

12 gute Fotos im Jahr sind eine gute Ausbeute

Ansel Adams (Berühmter Landschaftsfotograf, 1902-1984)

28. Analysiere die Mistfotos

Überspringe diesen Schritt niemals. Schau dir deine schlechten Fotos an und finde heraus, warum sie schlecht sind. Die ganz Schlechten. Und die fast-aber-nicht-ganz-Guten. Finde deine Schwächen und arbeite bewusst daran.

29. Nimm dir für jedes Foto Zeit

Der größte Fehler in der Fotografie ist, es im Vorbeigehen zu machen. Nimm dir bewusst Zeit für jedes Foto. Gestalte bewusst und überlegt, wende Gelerntes an, warte. Denke an die Fehler deiner Mistfotos, und daran, sie nicht wieder zu machen.

30. Lass dich nicht hetzen

Besprich mit deinem Partner oder Begleiter offen, dass du in der Fotografie besser werden willst und etwas Zeit dafür brauchst. Nimm dir lieber 1x 10 Minuten Zeit für ein Foto als 10x eine. Wertschätze die Geduld deiner Begleitung. Zeige dich erkenntlich.

Erwarte nicht, dass deine Begleitung von alleine versteht, dass du Zeit für deine Fotografie brauchst. Rede offen darüber. Bedanke dich und sei wertschätzend

31. Such dir einen Fotobuddy

Unsere Fotografie hat erst floriert, nachdem wir zusammen fotografiert haben. Wenn du nicht der Typ „Einsamer Wolf“ bist, suche dir jemanden, mit dem du zusammen fotografierst. Am besten jemanden, der besser fotografiert als du. Inspiriert euch!

32. Fotografiere in den Randstunden des Tages

Wenn es nicht bewölkt ist, fotografiere nur morgens oder abends, wenn die Sonne tief steht. Fotos zu anderen Zeiten haben höchstwahrscheinlich sowieso keine Chance auf deine Top 1 %. Mach dir bewusst, wie sehr sich Abend- und Mittagssonne unterscheiden.

33. Werde ein Meister des Lichts

Licht ist das Kernelement großartiger Fotos und am schwersten zu beherrschen. Lerne das Licht kennen. Egal was du machst, im Büro, draußen oder zu Hause: Achte mehrmals am Tag bewusst auf das Licht: Woher kommt es, ist es warm oder kalt, diffus oder direkt? Welche Stimmung erzeugt es?

Fototipps Licht
Lerne, besondere Lichtstimmungen zu sehen. Tolles Licht macht aus einem einfachen Motiv ein beeindruckendes Bild

34. Erkenne das Licht beim Fotografieren

Verfolge Tipp 33 jeden Tag. Erkenne dann auch das Licht bei jedem Foto, das du machst. Wo steht die Sonne? Sind die Schatten hart? Sorgen Wolken für weiches Licht? Wirkt die tiefstehende Sonne warm? Du musst das Licht zuerst noch nicht meisterhaft nutzen. Lerne aber von Anfang an, es zu sehen.

35. Identifiziere deine Probleme

Gewöhne dir an, die Schwächen deiner Mistfotos konkret zu benennen. „Meine Fotos werden zu dunkel“, ist ganz ok. „Meine Fotos werden zu dunkel, wenn ich gegen das Licht fotografiere“, ist viel besser. Dieses Problem kannst du nachschlagen. Frage nach oder google „Richtige Belichtung bei Gegenlicht“ und merze den Fehler aus.

36. Fotografiere ab heute im RAW-Modus

Egal, ob du schon was damit anfangen kannst: Fotografiere ab heute zumindest zusätzlich im RAW-Modus. Wenn du später ein Meister der Bildbearbeitung bist, wirst du dir danken, deine alten Top 1 %-Fotos im RAW-Modus zu haben. War bei mir mit dem Heißluftballonbild von oben so.

Bildbearbeitung vorher nachher
Die Beherrschung der Bildbearbeitung wird deine Fotografie auf ein völlig ungeahntes Level pushen

37. Lerne die Bildbearbeitung mit System

Drücke dich nicht vor dem riesen Kapitel Bildbearbeitung. Lerne es mit System. Wahrscheinlich wirst du es lieben, wenn du es kannst. Deine Bilder werden sich nochmal um Welten verbessern. Unser System zeigen wir dir super leicht verständlich hier.

38. Vergiss die kostenlosen Bearbeitungstools

Du kannst dir aussuchen, ob du jahrelang mit kostenlosen Bearbeitungsprogrammen herumdoktorst und dann frustriert zu einem kostenpflichtigen Programm wechselst, oder ob du gleich investierst. Wir wünschten, es wäre anders, aber die guten Programme kosten Geld. Wir haben Lightroom. Luminar ist günstiger und auch gut.

39. Beschäftige dich ausdauernd mit der Bildbearbeitung

Deine ersten Ergebnisse werden dich nicht motivieren. Aber bleib unbedingt dran. Die Bildbearbeitung ist ein Marathon, kein Sprint. Wenn du dich ernsthaft und immer wieder damit beschäftigst, wirst du es beherrschen und deine Bilder gigantisch.

40. Lobe dich

Schaue dir ab und zu die Fotos an, die du vor Jahren gemacht hast. Sei stolz auf deine Weiterentwicklung und auf das, was du geschafft hast. Schäme dich nie für deine alten Fotos. Sie haben dich auf den Weg gebracht. Ohne deine Mistfotos wärst du jetzt nicht so weit.

Deine ersten 10.000 Fotos sind die schlechtesten.

Henri Cartier-Bresson, französischer Fotograf, 1908-2004

41. Wenn du veröffentlichen willst, veröffentliche

Willst du deine Top 1 % den Menschen zeigen, tu es. Mache bei Wettbewerben oder kleinen Ausstellungen mit, schicke die Fotos an Lokalzeitungen, reiche sie als Leserfotos bei Magazinen ein. Sei auf dem Laufenden über Aktionen und sei dabei.

Deine Fotos gedruckt in der Lokalzeitung oder einem Magazin zu sehen, ist ein ganz besonderer Push. Fange klein damit an, aber trau dich! (Das Fotos zeigt einen Bericht über uns im Pictures Magazin 11/2019)

42. Fotografiere, was dich berührt

Was bewegt dich im Herzen? Wofür brennst du? Traue dich, dieses Thema zu fotografieren. Such danach. Hör auf, nur Blümchen zu fotografieren und traue dich auch an ernstere Themen.

43. Fotografiere anders

Nimm dir bei einer berühmten Sehenswürdigkeit vor, ein anderes Foto zu machen als alle anderen Menschen hier heute vor dir. Fotografiere kreativ und neu. Gestalte bewusst ungewöhnlich. Sei spannend.

44. Motiviere andere

Sei nicht überheblich mit deinen Fotos, sondern motiviere andere ebenfalls zur Fotografie. Vielleicht findest du so deinen Fotobuddy (Tipp 31). Tausche dich aus, sei ein Quell der Inspiration.

45. Habe immer genug Akkus und Speicherkarten

Habe immer einen Akku und eine Speicherkarte mehr dabei als du maximal brauchst. Es gibt nichts schlimmeres, als morgens um 4 stundenlang einen Berg hochzurennen und oben zu merken, dass dein Akku wegen der Kälte den Geist aufgegeben hat.

46. Nimm den Horizont aus der Mitte und sorge dafür, dass er gerade ist

Der Horizont der Realität verläuft gerade. Sorge dafür, dass er es auch auf deinen Fotos tut. Fällt er zu einer Seite ab, begradige ihn in der Nachbearbeitung (2 Klicks in Lightroom!). Platziere ihn außerdem nicht in der Bildmitte. Das ist langweilig.

47. Sei nicht langweilig

Überrasche mit deinen Fotos. Wage dich an außergewöhnliche Schnitte. Ein Hochkant-Panorama oder ein Quadrat ist sofort ein Hingucker. Trau dich was. Als Fotograf bist du Künstler. Du darfst abweichen und ausprobieren.

Loch Lomond Schottland
Fixiere dich nicht auf das 2:3 oder 3:4-Format. Probiere verschiedene Schnitte aus, denke kreativ und neu

48. Lerne Kniffe für mehr Tiefe im Fotos

Hüte dich vor flachen Landschaftsfotos ohne Tiefenwirkung. Sie wirken immer gähnend langweilig. Lerne, wie du mit Vordergrund, Linien und Licht Tiefe in deine Fotos bekommst. Wir zeigen es dir hier: Nie wieder langweilige Landschaftsfotos.

49. Schärfe gibt’s beim Inder

Sorge dafür, dass dein Fotos auf den ersten Blick scharf ist und dann kümmere dich um Wichtigeres. Ein gutes Foto zeichnet sich nicht durch maximale Schärfe aus, sondern dadurch, dass es im Betrachter Emotionen auslöst. Ignoriere Schärfe-Fetischisten.

50. Lass dein Motiv auf dich wirken

Nimm dir bewusst Zeit dafür, herauszufinden, was dich an deinem Motiv berührt. Was macht es für dich schön, interessant, besonders? Fange diese Aspekte mit deiner Fotografie ein.

Nimm dir Zeit in der Natur. Werde dir bewusst, was dich an der Szenerie reizt, was sie besonders macht. Schaue immer bewusst. Nicht nur durch den Sucher der Kamera, sondern auch mit deinen Augen

51. Reduziere

Fast alle Einsteigerfotos würden besser wirken, wenn weniger drauf wäre. Reduziere deine Fotos. Reduziere sie wenn möglich auf nur ein Element (oder, viel schwerer: auf eine Geschichte). Blende alles andere aus, verstecke es, schneide es ab.

52. Reduziere auch den Hintergrund

Sorge dafür, dass auf deinem Foto nichts – gar nichts! – im Hintergrund stört. Erreiche das durch Perspektive, durch Warten, oder dadurch, dass du den Hintergrund in der Unschärfe verschwinden lässt. Retusche sollte das allerletzte Mittel sein.

53. Lösche erbarmungslos

Wenn du länger als 2 Sekunden überlegst, ob ein Bild gut ist, ist es es wahrscheinlich nicht. Lösche die Fotos, die dich nicht sofort überzeugen. Damit gibst du den Guten mehr Platz und Aufmerksamkeit.

54. Mache mehr Fotos

Fotografiere das gleiche Motiv mehrmals. Hast du ein gutes Motiv gefunden, fotografiere es 20 Mal sehr ähnlich. Ändere Perspektive, Aufbau, Schnitt usw. jedes Mal leicht ab. Welches Foto ist das beste? Warum? Du bekommst so bessere Fotos und lernst dazu.

Behalte von diesen Fotos unbedingt nur eins: Das beste.

55. Halte dein Objektiv sauber

Putze ab und zu deine Frontlinse (z. B. mit dem Hama Lens Pen). Gerade beim Fotografieren im Gegenlicht hast du sonst schnell hässliche Effekte oder Schlieren auf deinen Fotos. Pflege und reinige auch deine Kamera. Halte sie frei von Staub, Sand und Nässe.

56. Geh näher ran

Dieser Tipp gilt nicht für Landschaften und Raubkatzen. Aber sonst: Experimentiere mit der Perspektive, indem du näher an dein Motiv heran gehst. Fotos von Menschen oder Haustieren wirken so intensiver, Fotos von Gegenständen, Pflanzen oder Gebäuden spannender.

57. Schleppe weniger mit

Reduziere deine Ausrüstung. Anstatt 7 Objektive und 8 Filter mitzuschleppen, entscheide dich bewusst für eine Linse. Vielleicht sogar für eine Festbrennweite. Verbring weniger Zeit mit dem Wechseln und Optimieren der Technik und mehr mit der Fotografie.

58. Fotografiere auf Augenhöhe

Fotografen liegen immer auf der Erde herum, oder? Du ab jetzt auch. Fotografiere Tiere (auch kleine!), anderen Menschen und auch Kinder auf ihrer Augenhöhe. Diese Fotos wirken intensiv, echt, nah und persönlich. Mach es dir nicht bequem. Mach tolle Fotos.

Roter Pfeilgiftfrosch
Fotografiere immer auf Augenhöhe, auch kleine Tiere. Das Bild wirkt dadurch viel intensiver und näher als beim Fotografieren von oben herab

59. Fotografiere eine Reportage

Fange an, Geschichten zu fotografieren. Fotografiere auf der nächsten Feier eine Reportage des Events. Beachte alle Tipps. Geh nah ran. Sei mitten im Geschehen. Finde Motive und fange Emotionen ein. Knips nicht! Fotografiere spannend. Fotografiere kreativ. Als Nebeneffekt hast du coole Fotos deiner Familie.

60. Meistere das Weitwinkel-Problem

Das Weitwinkel-Problem sorgt dafür, dass grandiose Landschaften auf Fotos langweilig und platt wirken. Kenne die Gründe hierfür und gehe das Problem bewusst an. Der verlinkte Artikel hilft dir.

61. Beschneide deine Fotos

Traue dich, deine Fotos in der Nachbearbeitung zu beschneiden. Ganz viele Fotos wirken um Welten besser, wenn du unten oder oben ein Stück wegschneidest. Das ist ein unheimlich einfacher, aber unheimlich effektiver Trick, den kaum ein Anfänger anwendet.

62. Scoute den perfekten Standort – und wechsle ihn

Nimm dir Zeit, den perfekten Standort für dein Foto zu finden (es ist oft nicht der offensichtlichste!). Verharre hier dann aber nicht bis in alle Ewigkeit, sondern sei beweglich, wechsle den Standort auch mal. Probiere rum. Mach nicht immer das gleiche Foto.

63. Erzähle Geschichten

Richtig gute Fotos erzählen Geschichten. Entdecke deinen inneren Autor und komponiere mit deinen Fotos Geschichten, die den Betrachter berühren. Bei einem Portrait kann dies ein besonderer Gesichtsausdruck sein, bei einem Landschaftsfoto ein Haus an einer Klippe im Nirgendwo. Trau dich aber auch an Reportagen.

Ein Armenviertel in Panama City. Ein Graffiti über die Bombenangriffe der Amerikaner, die dieses Viertel zerstörten. Leere Straßen, aber im Zentrum ein spielendes Kind in bunter Kleidung. Nutze Fotos auch für ernste Bilder und Geschichten. Denk daran, dass ein Foto nie perfekt sein muss. Es muss berühren.

64. Setze stinklangweilige Motive in Szene

Es gibt keine blödere Ausrede als „es gab nichts zu fotografieren“. Ein guter Fotograf macht aus absolut jedem Motiv ein Foto, das den Betrachter umhaut. Trainiere das. Such dir ein stinklangweiliges Motiv (mir fällt hier gerade unser Wasserkocher ins Auge) und fotografiere es spannend. Arbeite mit Perspektive, Ebenen, Licht, Schatten. Mach das Motiv zum King.

65. Bring deine Fotos zu Ende

Sorge dafür, dass aus deinen Lieblingsfotos ein belichtetes Stück Papier wird, das du in der Hand hältst. Nur ein Foto, das es „raus in die Welt“ schafft, also raus aus dem Bildschirm, ist ein fertiges Foto. Lass deine Fotos nicht nur eine digitale Speichereinheit sein, sondern gib ihnen Leben. Dein fertiges Foto in der Hand zu halten, wird in Zeiten der digitalen Massenproduktion ein immer besonderer, seltenerer Moment.

66. Lass deine Fotos in einem vernünftigen Labor belichten

Schlepp deine Fotos nicht zum Sofortdrucker in den Drogeriemarkt, sondern lass sie in einem guten Labor belichten. Das ist nicht teuer. Wir nutzen die Fachabzüge von Saal-Digital. Die Qualität unterscheidet sich um Welten und du bekommst keine pixeligen Drucke, sondern echte Belichtungen auf tolles Fotopapier.

67. Beschäftige dich mit FineArt-Prints

Lass deine Lieblingsfotos zu Kunstwerken werden. Lass einige Fotos auf hochwertiges FineArt-Papier (z. B. von Hahnemühle) drucken. Genieße ihre Wirkung und sei stolz auf das, was du erschaffen hast.

68. Triff Gleichgesinnte

Dein Partner und deine Freunde haben keine Lust auf Fotografie aber du hast es satt, alleine loszuziehen? Suche andere Menschen! Suche nach Fotowalks in deiner Stadt, nach Fotoclubs und -vereinen. Mach einen Kurs oder Workshop. Connecte dich!

Fotoreise nach Panama

69. Töte nie die Kreativität

Erhalte deine Kreativität, sie ist deine wichtigste Ressource. Verliere dich nicht in technischem Gerede oder in Druck. Sei frei, sei inspiriert. Sei lustig. Mache Quatschfotos. Fotografiere absichtlich richtig schlecht. Geh ins Museum. In die Natur. Lies Bücher. Umgib dich mit Kreativität.

70. Hab Freude

Gib im Zweifel einen Dreck darauf, was andere über deine Fotos denken. Überlege dir immer wieder, warum du mit der Fotografie angefangen hast: Weil du Spaß daran hattest. Fotografiere für dich. Lass deine Kamera dein Freund sein. Geh mit ihr durch Abenteuer am Ende der Welt, aber auch durch lustige, anspruchslose Sessions zu Hause. Mach was du willst. Was dir Freude macht. Fotografiere, was dein Herz berührt. Fotografiere, was auch noch in 30 Jahren deine Augen zum Leuchten bringt. Das wird nicht das technisch perfekte, durchgestylte Foto mit den vielen Likes sein. Sondern das Foto, das dein Herz berührt.

Wie geht es weiter?

Gehe raus und fotografiere.

Und wenn du mehr Fototipps brauchst, komm zurück. Klicke oben im Menü auf „Lichter“ und lies dich durch. Langzeitbelichtungen, Fotografieren im RAW-Format, Fotografieren bei Mistwetter… schau, was spannend für dich ist.

Wenn du eine Frage hast, die wir auf unserem Blog nicht beantworten, stell sie uns in den Kommentaren. Wir antworten immer – garantiert!

Unsere Frage an dich: was tust DU um deine Fotografie zu verbessern? Was ist dein ultimativer Tipp? Schreib einen Kommentar und lass uns teilhaben!

Top 11 hallo wie geht es dir bilder tổng hợp bởi sale

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Hallo, wie gehts dir? | Lustige Bilder, Sprüche, Witze … – DEBESTE.de

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