In dieser Kurzanleitung beantworten wir die Frage märchen aus 1001 nacht für kinder beantworten wir im heutigen Beitrag. Wenn Ihr noch mehr Anregungen oder Bemerkungen habt, hinterlasst uns bitte einen Kommentar.

Transkript

1 Die Märchen aus 1001 Nacht Vollständige Ausgabe Durchgehend illustriert Ins Deutsche übertragen von Gustav Weil Band 1 ANACONDA

2 Die Übersetzung von Gustav Weil erschien zuerst in vier Bänden im Verlag der Classiker in Stuttgart. Hier zugrunde gelegt wurde die sechste, überarbeitete Auflage Berlin: Neufeld & Henius Orthografie und Interpunktion wurden auf neue Rechtschreibung umgestellt. Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet unter abrufbar Anaconda Verlag GmbH, Köln Alle Rechte vorbehalten. Umschlagmotiv: Alphonse Marie Mucha ( ),»Tetes Byzantines: Brunette«(1897), Mucha Trust/Bridgeman Images. shutterstock.com/anastasiaromb Umschlaggestaltung: Satz und Layout: Fotosatz Amann, Memmingen Printed in Czech Republic 2017 ISBN

3 Inhalt des ersten Bandes Seite Eingang… 9 Geschichte des Kaufmanns mit dem Geiste Geschichte des ersten Greises mit der Gazelle Geschichte des zweiten Greises mit den beiden Hunden Geschichte des dritten Greises mit dem Maultiere Geschichte des Fischers mit dem Geiste Geschichte des griechischen Königs und des Arztes Duban Geschichte des persischen Königs mit seinem Falken Geschichte des Ehemanns und des Papageien Geschichte Mahmuds Fortsetzung der Geschichte des Fischers mit dem Geiste Geschichte des versteinerten Prinzen Geschichte der drei Kalender Geschichte des ersten Kalenders Geschichte des zweiten Kalenders Geschichte des dritten Kalenders Geschichte des ersten Mädchens Geschichte des zweiten Mädchens Geschichte der drei Äpfel Geschichte Nuruddins und seines Sohnes und Schemsuddins und seiner Tochter Geschichte des Buckligen Geschichte des Christen Geschichte des Küchen-Aufsehers Geschichte des jüdischen Arztes Geschichte des Schneiders Geschichte des Barbiers Geschichte des ersten Bruders des Barbiers Geschichte des zweiten Bruders des Barbiers Geschichte des dritten Bruders des Barbiers Geschichte des vierten Bruders des Barbiers

4 Geschichte des fünften Bruders des Barbiers Geschichte des sechsten Bruders des Barbiers Geschichte Ali s Ibn Bekkar und der Schems Annahar Geschichte Nureddins mit Enis Aldjelis Geschichte des Prinzen Kamr essaman mit Bedur Geschichte vom Zauberpferde Geschichte Sindbads, des Seefahrers Erste Reise Sindbads Zweite Reise Sindbads Dritte Reise Sindbads Vierte Reise Sindbads Fünfte Reise Sindbads Sechste Reise Sindbads Siebente Reise Sindbads Erzählung vom Schlafenden und Wachenden Geschichte des Prinzen Seif Almuluk und der Tochter des Geisterkönigs Der arme Fischer und der Beherrscher der Gläubigen Geschichte Ghanems und der Geliebten des Beherrschers der Gläubigen Geschichte der Tochter des Veziers und des Prinzen Uns Alwudjud Geschichte des Abul Hasan Geschichte der Hajat Alnufus mit Ardschir Geschichte des Hasan aus Baßrah und der Prinzessinnen von den Inseln Wak-Wak Die Sklavin Harun Arraschids Geschichte der Dichter mit Omar, Sohn des Abd Alasis Geschichte der zehn Veziere Geschichte des vom Schicksal verfolgten Kaufmanns Geschichte des Kaufmanns und seines Sohnes Geschichte des Gutsbesitzers Abu Saber Geschichte des Prinzen Bahsad Geschichte des Königs Dadbin Geschichte Bacht Samans Geschichte des Königs Bihkerd Geschichte Ilan Schahs und Abu Tamams Geschichte des Königs Ibrahim und seines Sohnes

5 Geschichte des Schah Suleiman, seiner Söhne und Nichte und ihrer Kinder Geschichte des Gefangenen, den Gott befreite Geschichte der messingnen Stadt Geschichte Niamahs und Nuams Geschichte Ala Eddin Abu Schamats Geschichte Hatims aus dem Stamme Tai Geschichte Maans Geschichte Hischams, Sohn des Abd Almelik Geschichte Ibrahims, des Sohnes Mahdis Geschichte Schaddads und der Stadt Irem, die pfeilerreiche Geschichte des Ishak Al Moßuli Geschichte des falschen Kalifen Geschichte Haruns mit dem Kadhi Abu Jusuf Geschichte Chalids, des Emirs von Baßrah Geschichte des trägen Abu Muhamed Geschichte des Barmekiden Djafar Notiz über die Barmekiden Geschichte Ali Schirs Geschichte Ibn Manßurs und der Frau Bedur Geschichte der sechs Mädchen Geschichte Djaudars Parabeln

6 Eingang Bei dem Namen Gottes, des Gnädigen und Barmherzigen, Friede und Heil über unsern Herrn Mohammed, den Obersten der Gesandten Gottes, auch über seine Familie und Gefährten insgesamt; Friede und Heil immer fortdauernd bis zum Tage des Gerichts. Amen, o Herr der Welten! Das Leben der Früheren ist eine Lehre für die Späteren, dazu dass der Mensch die Lehren, welche anderen zuteil geworden sind, schaue und sich daran belehre, und die Geschichte der älteren Völker lese und sich daraus unterrichte. Gelobt sei Gott, der die Begebenheiten der Früheren als Unterricht für Spätere aufgestellt hat. Zu dieser Art von Belehrung gehören nun auch die Erzählungen:»Tausend und eine Nacht«genannt. Es wird nämlich von dem, was bei früheren Völkern geschehen, berichtet (Gott weiß das Verborgene; er ist allweise und barmherzig und edel!): Es regierte einst in den ältesten Zeiten und verflossenen Äonen ein König von den Sassaniden * auf den Inseln Indiens und Chinas, der viele Truppen und Verbündete, Diener und zahlreiches Gefolge besaß. Auch hatte er zwei wackere, tapfere Söhne, von denen jedoch der ältere noch tapferer war als der jüngere; er herrschte über viele Länder und war so gerecht gegen seine Untertanen, dass ihn alle sehr liebten. Sein Name war Scheherban, sein jüngerer Bruder hieß Schahseman, und war König von Samarkand in Persien. Beide hatten ihre Heimat nicht verlassen und jeder regierte höchst glücklich 20 Jahre lang in seinem Reiche. Da sehnte sich der ältere König nach seinem jüngeren Bruder, * Man sieht hieraus, wie wenig historische und geografische Kenntnisse unser Erzähler haben musste, da er einen persischen Regenten über Indien und China herrschen lässt. 9

7 und befahl seinem Vezier, zu jenem hinzureisen und ihn zu ihm zu bringen. Der jüngere Bruder gehorchte alsbald und machte Anstalten zur Reise, und ließ Zelte, Kamele, Maultiere, Diener und Gefolge herbeikommen. Die Regierung war indes dem Vezier übertragen und der König reiste als nach dem Lande seines Bruders. Um Mitternacht erinnerte er sich, etwas im Schlosse vergessen zu haben; als er dahin zurückkam, fand er seine Frau in vertrautem Umgang mit einem schwarzen Sklaven; bei diesem Anblick ward die ganze Welt schwarz in seinen Augen; er dachte, wenn dies schon vorfällt, ehe ich kaum die Stadt verlassen, was wird diese Verruchte tun, wenn ich einmal weit entfernt bin? Er zog sein Schwert und erstach beide; dann ließ er sogleich wieder auf brechen und reiste immer fort, bis er in die Nähe der Hauptstadt seines Bruders kam. Dort ließ er seinem Bruder durch Boten seine Ankunft melden. Dieser erschien sehr erfreut, um ihn zu begrüßen, ließ er die Stadt beleuchten, setzte sich zu ihm und unterhielt sich aufs Angenehmste mit ihm. Aber der König Schahseman dachte an die Begebenheit mit seiner Gemahlin, und dieses kränkte ihn so tief, dass er bleich wurde und sein Körper an Kraft abnahm. Als sein Bruder ihn in diesem Zustande sah, dachte er, dies ist gewiss, weil er von seinem Lande und Königreiche entfernt lebt; er ließ ihn deshalb in Ruhe und fragte nach nichts. Doch eines Tages sagte er zu ihm:»o mein Bruder! Ich sehe, dein Körper wird immer schwächer und deine Farbe bleicher.«jener antwortete ihm:»ich habe eine innere Krankheit«; aber er sagte ihm nicht, was er von seiner Frau gesehen. Hierauf versetzte der ältere:»ich möchte, dass du mit mir auf die Jagd gingest, vielleicht wird dich dies zerstreuen«; da jener sich aber weigerte, ging er allein fort. Nun waren im Schlosse des jüngeren Königs, d. h., das der jüngere Bruder bewohnte, Fenster, die auf den Garten seines Bruders gingen. Hier sah er auf einmal die Türe des Schlosses sich öffnen, und zwanzig Sklavinnen und zwanzig Sklaven herauskommen; in ihrer Mitte ging die Frau seines Bruders, ausgezeichnet schön und von bewundernswertem Wuchse. Als sie, d. h. die Sklavinnen, zu einem Teiche gelangt waren, entkleideten sie sich und setzten sich zu den Sklaven. Da rief die Königin:»Masud!«Und es kam ein schwarzer Sklave und umarmte sie und sie umarmte ihn. Die übrigen Sklaven taten dasselbe mit den Sklavinnen, und so brachten sie den ganzen Tag zu mit Küssen und Umarmungen. Als der Bruder des Königs dies sah, dachte er bei sich: Bei Gott! Mein Unglück ist geringer als dieses; dies ist mehr als mir geschehen! Kummer und Gram fühlte er nun plötzlich weichen und er konnte wieder essen und trinken. Als hierauf sein Bruder von der Reise zurückkam und sie einander begrüßten, da sah der König Scheherban, dass sein Bruder Schahseman sein voriges Aussehen erlangt hatte und mit Appetit aß, während er früher nur wenig gegessen, und er sagte zu ihm:»o mein Bruder, ich sah dich ganz gelb und nun siehst du wieder gut aus, sage mir doch, wie dieses zugeht?«worauf ihm jener antwortete:»ich will dir zuerst sagen, warum ich übel aussah, und dann, wie ich wieder meine vorige Farbe bekam. Wisse, mein Bruder, als du dei- 10

8 nen Vezier schicktest, um mich zu dir zu holen, machte ich mich reisefertig und ging zur Stadt hinaus; da erinnerte ich mich, dass ich etwas im Schlosse vergessen; ich kehrte allein zurück und fand einen schwarzen Sklaven bei meiner Frau; ich erschlug sie beide und kam zu dir her und dachte immer an diesen Vorfall. Dies ist die Ursache, warum sich meine Farbe verändert und ich so schwach geworden. Was aber das wiedererlangte gute Aussehen betrifft, so erlasse mir, es zu erwähnen!«als sein Bruder dies hörte, sprach er: 11

9 »Ich beschwöre dich bei Gott, sage mir alles.«da erzählte jener ihm alles, was er gesehen. Und als hierauf Scheherban seinen Bruder Schahseman sagte:»ich will mich mit meinen eigenen Augen überzeugen«, entgegnete ihm dieser:»sprich, du wollest auf die Jagd gehen, und verbirg dich bei mir, dann wirst du sogleich zur Überzeugung gelangen.«der König ließ bekannt machen, er wolle eine Reise machen; es zogen Truppen mit Zelten zur Stadt hinaus. Der König begab sich auch ins Lager und sagte seinen Pagen:»Lasset niemand zu mir hereinkommen!«er verkleidete sich dann und ging heimlich in seines Bruders Schloss, setzte sich dort ans Fenster, das den Garten beherrschte, und nach einer Weile kamen die Sklavinnen mit ihrer Gebieterin und den Sklaven in den Garten, und taten wieder alles, so wie es der Bruder erzählt hatte, so lange bis das Nachmittagsgebet ausgerufen wurde. Als Scheherban dies gesehen, verließ ihn die Besinnung, und er sprach zu seinem Bruder Schahseman:»Komm, wir wollen unseres Weges gehen; wir wollen nichts mit der Regierung zu schaffen haben, bis wir jemand finden, dem es ebenso geht wie uns; ist dieses nicht der Fall, so sei uns Tod besser als Leben.«Sie gingen hierauf zu einer verborgenen Türe des Schlosses hinaus und reisten Tag und Nacht, bis sie in eine liebliche Ebene kamen, wo neben dem Meere eine süße Wasserquelle sprudelte. Sie tranken von dieser Quelle und ruhten aus; nach einer Weile fing das Meer an zu toben, es stieg eine schwarze Säule zum Himmel empor, die ihre Richtung gegen die Ebene nahm. Als sie dies sahen, fürchteten sie sich sehr und stiegen auf einen Baum, erwartend, was es wohl geben möchte? Da kam ein Geist, von denen unseres Herrn Salomo * (Friede sei mit ihm!), von langer Statur, großem Kopfe und breiter Brust; er hatte einen gläsernen Kasten auf dem Kopfe, an dem vier Schlösser von Stahl waren. Er setzte sich unter den Baum, auf welchen die Brüder gestiegen, legte den Kasten ab, nahm vier Schlüssel aus dem Schoß, öffnete die Schlösser und zog ein Mädchen heraus, vollkommen gewachsen, mit gewölbtem Busen, süßem Munde und mit einem Gesichte wie der Vollmond. Der Geist sah sie liebevoll an und sprach:»o Herrin aller freien Frauen! O du, die ich entführt, ehe sie jemand außer mir gekannt! O Geliebte meines Herzens! Lass mich ein wenig in deinem Schoße schlafen.«hierauf legte er den Kopf auf ihre Knie und schlief und schnarchte wie der Donner. Als das Mädchen nun aber den Kopf in die Höhe hob und Scheherban und seinen Bruder erblickte, legte sie langsam den Kopf des Geistes auf den Boden, und bat sie, sie möchten doch herunterkommen. Jene antworteten:»bei deinem Leben, o Herrin! Entschuldige uns, wenn wir nicht kommen!«da erwiderte sie:»wenn ihr nicht kommt, so rufe ich den Geist, meinen Gemahl, dass er euch auffresse.«sie winkte ihnen dann noch einmal freundlich zu, und sie stiegen zu ihr herunter. Jetzt verlangte sie, dass sie ihr beide zu Willen sein sollten. Sie antworteten aber:»bei Gott, Herrin! Verschone uns damit, wir * Salomo wird von den Muselmännern als das Oberhaupt der Geister angesehen. 12

10 Die Märchen aus 1001 Nacht Vollständige Ausgabe Durchgehend illustriert Ins Deutsche übertragen von Gustav Weil Band 2 ANACONDA

11 Die Übersetzung von Gustav Weil erschien zuerst in vier Bänden im Verlag der Classiker in Stuttgart. Hier zugrunde gelegt wurde die sechste, überarbeitete Auflage Berlin: Neufeld & Henius Orthografie und Interpunktion wurden auf neue Rechtschreibung umgestellt. Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet unter abruf bar Anaconda Verlag GmbH, Köln Alle Rechte vorbehalten. Umschlagmotiv: Alphonse Marie Mucha ( ),»Tetes Byzantines: Brunette«(1897), Mucha Trust/Bridgeman Images. shutterstock.com/anastasiaromb Umschlaggestaltung: Satz und Layout: Fotosatz Amann, Memmingen Printed in Germany 2017 ISBN

12 Inhalt des zweiten Bandes Seite Geschichte des Prinzen Bedr von Persien und der Prinzessin Djauharah von Samandal… 9 Geschichte des Prinzen Zeyn Alasnam und des Königs der Geister Geschichte Chodadads und seiner Brüder Geschichte der Prinzessin von Deryabar Geschichte Alaeddins und der Wunderlampe Die Abenteuer des Kalifen Harun Arraschid Geschichte des blinden Baba Abdallah Geschichte des Sidi Numan Geschichte des Chogia Hasan Alhabbal Geschichte des Ali Baba und der vierzig Räuber, die durch eine Sklavin ums Leben kamen Geschichte des Ali Chodjah, Kaufmann von Bagdad Geschichte des Prinzen Ahmed und der Fee Pari Banu Geschichte der zwei neidischen Schwestern Wunderbare Geschichte Omar Alnumans und seiner beiden Söhne Scharkan und Dhul Makan Geschichte der Vergiftung des Königs Omar durch die alte Dsat Dawahi Geschichte der zwei Liebenden Geschichte des Königs Kalad und seines Veziers Schimas Geschichte der Katze mit der Maus Geschichte des Einsiedlers mit dem Schmalz Geschichte eines Fisches im Wasserteich Geschichte des Raben und der Schlange Geschichte des wilden Esels mit dem Fuchs Geschichte des Königs und des Wanderers Geschichte des Falken und der Raben Geschichte des Schlangenbeschwörers und seiner Frau und Kinder Geschichte der Spinne mit dem Wind Geschichte des Mannes mit dem Fisch Geschichte des Jungen mit den Dieben

13 Geschichte des Gärtners mit seiner Frau Geschichte des Kaufmanns und der Diebe Geschichte vom Fuchs, Wolf und Löwen Geschichte des Hirten und der Diebe Geschichte des Rebhuhns mit den Schildkröten Geschichte der unglücklichen Frau mit dem Bettler Geschichte des edlen Gebers Wunderbare Erfüllung eines Traumes Tod eines Liebenden aus dem Stamme Uzra Geschichte des Dichters Mutalammes Sonderbares Gebet eines Pilgers Geschichte des Arabers mit den Bohnen Der wunderbare Reisesack Der freigiebige Hund Der gewandte Dieb Die drei Polizeipräfekten Der zweimal bestohlene Geldwechsler Der fromme Israelit Abul Hasan und der Kalif Mamun Mutawakkel und Mahbubah Die Frau mit dem Bären Das Liebespaar in der Schule Der Eseltreiber und der Dieb Hakem und der reiche Kaufmann Nuschirwan und das vorsichtige Mädchen Die tugendhafte Frau Das wunderbare Augenheilmittel Die Pyramiden Der kühne Diebstahl Ibn Alpharebi und Masrur Der fromme Sohn Harun Arraschids Der trauernde Schullehrer Der bekehrte König Der Todesengel vor zwei Königen und einem Frommen Alexander und ein gottesfürchtiger König Nuschirwan erforscht den Zustand seines Landes Die tugendhafte Frau eines israelitischen Richters Die gerettete Frau in Mekka

14 Der von Gott geliebte Neger Das tugendhafte israelitische Ehepaar Der Schmied und das tugendhafte Mädchen Der Wolkenmann und der König Die bekehrte Christin Die himmlische Vergeltung Lohn des auf Gott Vertrauenden Ikirma und Chuseima Geschichte Alis, des Ägypters Abukir und Abusir Zeitmond und Morgenstern Die Abenteuer Alis und Zahers aus Damaskus Die Abenteuer des Fischers Djaudar aus Kahirah und sein Zusammentreffen mit dem Abendländer Mahmud und dem Sultan Beibars Die listige Dalilah Streiche des Ägypters Ali Ein Bagdadenser und seine Sklavin Das Märchen von Maruf

15 Geschichte des Prinzen Bedr von Persien und der Prinzessin Djauharah von Samandal Ein König von Persien, Seherman genannt, herrschte lange Jahre glücklich und ungestört. Nur in einem einzigen Punkte fühlte er sich unglücklich; er war nämlich schon sehr bejahrt, und von seinen hundert Frauen hatte ihm keine einen Prinzen und Nachfolger 9

16 geboren. Eines Tages, als er in Trauer versunken darüber nachdachte, wie nun der größere Teil seines Lebens dahingeschwunden, ohne dass ihm ein Sohn gezeugt worden, der einst den Thron von ihm erben könnte, meldete ihm ein Verschnittener, es sei ein Kaufmann vor der Tür und bitte um die Erlaubnis, ihm eine Sklavin vorzustellen.»man lasse ihn eintreten«, sagte der König. Der Kaufmann trat mit der Sklavin herein, die von schlankem Wuchs war, wie eine biegsame Lanze, und einen gestickten Schleier über ihrem Angesicht hatte. Als der Kaufmann den Schleier weghob, strahlte der ganze Saal von dem Glanz ihrer Schönheit. Ihr Haar hing in sieben Flechten wie ein Ross-Schweif bis zu den Knöcheln herunter, ihre Augen waren mit Kohel bemalt, schlank war ihre Taille und stark ihre Hüften. Ihr Anblick konnte jeden Kranken heilen und die Glut jedes Durstigen löschen. Sie war wie ein Dichter sagte:»ich liebe sie, ihre Schönheit ist vollkommen, Ernst und Würde ziert sie. Sie ist weder zu groß noch zu klein, doch so vollkommen, dass ihr Übertuch sie nicht umspannen kann. Ihr Wuchs ist voll Ebenmaß, nichts ist zu lang oder zu kurz an ihr, ihr schwarzes Haar reicht über die Knöchel herunter, doch leuchtet ihr Gesicht stets wie der Tag.«10

17 Der König bewunderte ihre Schönheit und ihre Anmut, ihren Wuchs und ihr Ebenmaß, und fragte den Kaufmann nach ihrem Preis.»Herr!«, antwortete der Kaufmann,»ich habe sie um zweitausend Goldstücke gekauft, und meine Reisekosten betragen ebensoviel; denn ich bin schon drei Jahre unterwegs. Wenn sie dir gefällt, so bitte ich dich, sie als Geschenk von mir anzunehmen.«der König schenkte ihm ein kostbares Ehrenkleid und ließ ihm zehntausend Dinare ausbezahlen. Der Kaufmann nahm das Geld mit Dank an und küsste dem König die Hände und entfernte sich. Der König übergab die Sklavin den Kammermädchen und sagte ihnen:»sorget aufs Beste für den Putz dieses Mädchens, machet ihr ein besonderes Zimmer zurecht und versehet sie mit allem Nötigen!«Die Hauptstadt des Reichs, in welcher der König residierte, lag an der Meeresküste und hieß:»die weiße Stadt.«Die Fenster des Zimmers, in welches die Sklavin gebracht wurde, gingen auf das Meer. Als der König sie besuchte, stand sie nicht vor ihm auf und beachtete ihn gar nicht. Der König dachte: Die muss wohl bei Leuten gewesen sein, die wenig Bildung haben. Indessen bewunderte er ihre Schönheit, ihre Anmut, ihren reizenden Wuchs und ihr Gesicht, das dem Vollmond oder der hell leuchtenden Sonne glich und pries den Schöpfer. Er näherte sich ihr dann, umarmte und küsste sie, ließ die köstlichsten Speisen auftragen und aß mit ihr, ohne dass sie ein Wort sprach. Selbst als der 11

18 König sie nach ihrem Namen fragte, gab sie keine Antwort, sondern neigte stets ihr Haupt zur Erde und nur ihre außerordentliche Schönheit und Anmut schützte sie vor dem Zorn des Königs. Er dachte: Gepriesen sei Allah, der Schöpfer dieses Mädchens, wie lieblich ist sie, wie schade, dass sie nicht spricht, doch nur Gott ist vollkommen. Der König fragte dann die Dienerinnen und Kammermädchen, ob die Sklavin mit ihnen spreche, aber auch sie hatten noch kein Wort von ihr vernommen. Der König befahl dann einigen Sklavinnen, sie mit Gesang zu unterhalten und mit ihr zu spielen, um sie zum Sprechen zu bringen, aber so sehr sie sich auch bemühten, vor ihr zu musizieren und zu singen, verharrte sie in ihrem Schweigen. Der König war sehr betrübt darüber, doch fesselten ihn ihre Reize so sehr, dass er ihr seine ganze Liebe schenkte und sie allen anderen Frauen vorzog. Nachdem er so ein ganzes Jahr mit ihr gelebt hatte, ohne dass sie den Mund zum Sprechen geöffnet hätte, sagte er ihr:»o Herzenslust! Meine Liebe zu dir ist so mächtig, dass ich um deinetwillen von allen meinen Frauen und Sklavinnen getrennt lebe und in dir allein mein Glück auf der Welt finde. Ich habe ein ganzes Jahr Geduld mit dir gehabt, nun möge aber Gott dein Herz erweichen, sodass du auch mit mir sprechest, oder solltest du etwa stumm sein, so gib mir durch ein Zeichen zu verstehen, damit ich nicht vergebens länger hoffe. Auch wünsche ich, dass mir Gott einen Sohn von dir schenke, der mein Reich erbe, denn ich bin schon alt und kinderlos. Ich beschwöre dich bei Gott, wenn du sprechen kannst, so lass mich nur ein Wort aus deinem Mund vernehmen. Die Sklavin neigte ihr Haupt nachdenkend zur Erde, dann hob sie es auf, lächelte den König an, sodass er glaubte, ein Blitzstrahl erleuchte das Zimmer und sprach:»o großmütiger König, tapferer Löwe! Gott hat dein Gebet erhört, ich bin gesegneten Leibes und die Zeit meiner Entbindung ist nahe, darum breche ich auch mein Schweigen, doch weiß ich nicht, ob ich einen Sohn oder eine Tochter gebären werde.«als der König dies hörte, strahlte sein Gesicht vor Freude, und im Übermaß seines Glücks küsste er ihr Haupt und ihre Hände und rief:»gepriesen sei Gott, der meine Wünsche erfüllt hat, indem er dich sprechen und mir verkünden lässt, dass ich ein Kind von dir zu erwarten habe.«er machte sich dann auf, bestieg seinen Thron und befahl seinem Vezier, aus Dankbarkeit gegen Gott den Armen, Bedürftigen und Witwen hunderttausend Dinare zu verteilen. Dann begab er sich wieder zu seiner Sklavin, umarmte sie und sagte ihr:»o meine Herrin und Gebieterin, warum hast du ein ganzes Jahr kein Wort mit mir gesprochen?«sie antwortete:»höre, o König der Zeit! Wisse, ich bin fremd, mein Herz ist zerknirscht, denn ich bin von meiner Mutter, meiner Familie und meinem Bruder getrennt.«der König, der wohl merkte, was sie sagen wollte, erwiderte:»nenne dich nicht arm und fremd, denn was ich besitze, ist dein Eigentum und ich selbst bin dein Sklave; was die Trennung von den Deinigen angeht, so sage mir, wo sie sind, und ich will sie zu dir bringen lassen.«die Sklavin versetzte:»wisse, o glückseliger König, mein Name ist Gülnar vom Meer, mein 12

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