Wir hoffen Euch mit diesem umfassenden Artikel einen guten Einblick in trotzdem wie ich versuche katholisch zu bleiben beantworten wir im heutigen Beitrag. Wenn Ihr noch mehr Anregungen oder Bemerkungen habt, hinterlasst uns bitte einen Kommentar.

Christiane Florin, Jahrgang 1968, arbeitet beim Deutschlandfunk in der Redaktion Religion und Gesellschaft. Die kritische Beobachterin der katholischen Kirche hat 2019 den Maria-Grönefeld-Preis bekommen.

Als Schlüsselszene schildert sie die Pressekonferenz zur Vorstellung der Studie über die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche am 25. September 2018. Sie darf die letzte Frage stellen und will wissen, ob einer der Bischöfe wegen der Schuld, die er auf sich geladen hat, auf den Gedanken gekommen sei, die Verantwortung des Amtes nicht mehr tragen zu können. Nach einem Blickwechsel mit Bischof Ackermann antwortet Kardinal Marx knapp: „Nein.“ „Tagesthemen“ und „Frontal“ hängen ihre Reportage an dieser Szene auf, Oliver Welke wird sie in der „heute-Show“ mit einer Anspielung auf Ketzerverfolgungen vergangener Zeiten zeigen. Während bei einem Wirtschaftsführer oder Politiker, in dessen Verantwortungsbereich Verbrechen dieses Ausmaßes geschehen sind, selbstverständlich die Frage nach dem Rücktritt im Raum stünde, gilt im Umgang mit Klerikern eine No-blaming-Strategie. In den Augen von Christiane Florin sind alle, die das Spiel mitspielen, mitverantwortlich, Geduld reimt sich auf Schuld.

Analytisches Zentrum der Streitschrift ist eine Auseinandersetzung mit dem Begriff der Macht. Diese beruht auf asymmetrischen Beziehungen und glänzt durch Abwesenheit. Benedikt XVI – der gerade das Amt erlangt hatte, das ihm ermöglicht, weltweit Menschen einzustellen oder zu feuern, zu fördern oder zu drangsalieren – sprach von sich als bescheidenem Arbeiter im Weinberg des Herrn. Florin spricht von Bescheidenheitsbrutalität. Die Asymmetrie wird in der Kirche erzeugt durch die Weihe, die das Charisma Jesu Christi rituell verstetigt. Die Taufe macht Schafe, die Weihe macht Hirten. Herrschaft als verstetigte Macht, so die Terminologie Max Webers, hat aber in der Kirche nicht allein charismatische, sondern auch bürokratische und traditionale Züge. Und sie ist traditionell sexualisiert: Frauen sind ausgeschlossen; das Ideal der Keuschheit wird beschworen. Mit fadenscheinigen biblischen Begründungen, die selbst die päpstliche Bibelkommission in Zweifel zieht, wird ein klerikales System gerechtfertigt, das bei Licht besehen nicht so weit in die Vergangenheit zurückreicht, sondern sich erst im 19. Jahrhundert in der heutigen Form herausbildet.

Weil über Macht nicht gesprochen wird, weil ja alle nur Diener sind, nimmt die Debatte seltsame Formen an. Wo es keinen Streit geben darf, fehlen Fairnessregeln. „Alles Gute kommt von oben, alles Schlechte kommt von draußen.“ Wer sich auf diese Gesprächsbasis nicht einlassen will, bekommt zu hören: Na dann geh doch! Die Besserglauber sehnen das Ende der Volkskirche regelrecht herbei, denn in einer Kirche, die zur Sekte wird, kann sich der Autoritarismus widerstandslos entfalten. Florin stellt dem die Forderung entgegen: Wir alle zusammen sind Kirche dann, wenn wir als Souverän gewürdigt und nicht als Sünder gedeckelt werden. Zeichen der Hoffnung ist, dass auf dem synodalen Weg über Macht wenigstens geredet wird, wenn auch nur in Form einer Unterschiedsverkleinerungsabsichtsbekundung.

Die Verfasserin erwartet keine baldige Veränderung der katholischen Kirche. Zu groß schätzt sie die diffusen Ängste vor (weiblicher) Sexualität, Veränderung und Machtverlust ein. Warum sie trotzdem der Kirche nicht den Rücken kehrt, sagt sie so: „Ich bleibe zornig und nehme es sportlich. Ich suche die Konfrontation, die Analyse, die Schärfe.“ Wenn sie die Hirten nicht ändern kann, will sie sie wenigstens ärgern. Diesem Vorsatz wird das vorliegende Buch gerecht. Religionslehrkräfte werden es als Quelle pointierter und provokanter Texte nutzen können, die für den Unterricht der Oberstufe geeignet sind. Der Erkenntnisgewinn liegt in der Perspektive einer Politologin und das Lesevergnügen in den zupackenden Formulierungen – gerade auch dann, wenn man nicht in allem konform geht.

München: Kösel Verlag. 2020 176 Seiten 20,00 €ISBN: 978-3-466-37255-3

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