Wir hoffen Euch mit diesem umfassenden Artikel einen guten Einblick in wie lange nach chemo verhüten beantworten wir im heutigen Beitrag. Wenn Ihr noch mehr Anregungen oder Bemerkungen habt, hinterlasst uns bitte einen Kommentar.

Eine besondere Gruppe sind die Kinder: In Deutschland erkranken jährlich etwa 1800 Unter-15-Jährige neu an Krebs. Das bedeutet, dass etwa jedes 500. Kind bis zu seinem 15. Geburtstag eine solche Diagnose erhält. Mit rund einem Drittel nehmen Leukämien den größten Teil ein, gefolgt von ZNS-Tumoren und Lymphomen. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 5 Jahren und 10 Monaten, wobei Jungen 1,2-mal häufiger erkranken als Mädchen. 15 Jahre nach Diagnosestellung leben noch acht von zehn Patienten. Im Deutschen Kinderkrebsregister (DKKR) sind mehr als 33 000 lebende Patientinnen und Patienten registriert, von denen etwa drei Viertel mindestens 18 Jahre alt sind.

Normale Eierstock- und Hodenfunktion

Um die Schadeffekte von Tumoren und Therapien besser einschätzen zu können, hilft ein Blick auf die normale Entwicklung und Funktion der Gonaden.

Während der Fetalentwicklung finden in den Eierstöcken die mitotischen Teilungen zur Bildung der Oogonien, also der Vorläuferzellen der weiblichen Keimzellen, statt. Ungefähr im fünften Schwangerschaftsmonat hat der Fetus die Maximalzahl mit 6 bis 7 Millionen Oogonien erreicht. Danach treten die Oogonien in die erste meiotische Teilung ein und wandeln sich zu Oozyten (Keimzellen). Davon gehen viele durch Apoptose verloren, sodass zum Zeitpunkt der Geburt nur noch 1 bis 2 Mil­lionen übrig sind.

Zwischen Pubertät und Menopause kommt es monatlich durch einen Stimulus von Gonadotropin-Releasing-Hormon aus dem Hypothalamus zur Freisetzung von Follikel-stimulierendem Hormon (FSH) und Luteinisierendem Hormon (LH) aus dem Hypophysenvorderlappen. FSH sorgt dafür, dass jeweils eine Oozyte die Meiose I weiter durchläuft und zur befruchtungsfähigen Eizelle heranreift. Zum anderen induziert FSH im Eierstock die Bildung von Estradiol. Der Eisprung wird schließlich durch LH ausgelöst, wobei der Gelbkörper im Eierstock zurückbleibt und Estradiol sowie verstärkt Progesteron bildet.

Man geht davon aus, dass zusätzlich zu der heranreifenden Eizelle monatlich 500 bis 1000 Oozyten zugrunde gehen. Da diese nicht mehr nachgebildet werden, ist verständlich, dass die Fertilität der Frauen natürlicherweise mit dem Alter abnimmt.

Im Gegensatz zu den Oogonien der Frau regenerieren sich die Spermatogonien des Mannes immer wieder. Sie werden ebenfalls pränatal angelegt, teilen sich aber nach der Geburt weiter. Sobald die Pubertät eintritt, differenzieren Spermatogonien zu Spermatozyten, die schließlich die Meiose durchlaufen. Pro ursprünglicher Spermatozyte bilden sich vier Spermatiden und – nach einer Umbildungsphase – schließlich vier Spermien. Der Prozess dauert knapp drei Monate und hängt von FSH aus der Hypophyse und Testosteron ab. Die Testosteronproduktion wird von LH gesteuert. Solange gesunde Spermatogonien vorhanden sind, können neue Spermien entstehen – bis zu 100 Millionen täglich!

Fortpflanzungsorgane in Gefahr

Von einigen Tumorarten und deren Therapieschemata ist bekannt, dass sie das Risiko für eine bleibende Unfruchtbarkeit bergen. Bei Frauen und Männern sind dies

Hodgkin- und Non-Hodgkin- Lymphome,

Knochenmarktransplantationen, zum Beispiel wegen Leukämie,

Krebserkrankungen des Magen-Darm-Trakts und

Knochenkrebs (Ewing-Sarkom).

Bei Frauen kommen zusätzlich Brust- und Eierstockkrebs hinzu. Männer sind darüber hinaus durch Hoden- und Prostatakrebs gefährdet.

Wesentliche Teile einer Krebstherapie sind neben der operativen Entfernung eines soliden Tumors die Chemo- und/oder Radiotherapie.

Schadensursache Chemotherapie

Chemotherapeutika sollen schnell wachsende Tumorzellen in ihrer Proliferation unterdrücken und somit absterben lassen. Der Wirkmechanismus ist unterschiedlich spezifisch bezüglich Zelltypen und Zellstadium, so dass viele Zytostatika auch die sich teilenden Keimzellen und manchmal sogar ruhende Keimzellen erfassen. Nach einer Chemotherapie liegt die Wahrscheinlichkeit für eine Amenorrhö bei 40 bis 68 Prozent. Neben der direkten Schädigung der primordialen Follikel können Zytostatika auch das versorgende Eierstockgewebe schädigen.

Etwa ein Drittel der Männer ist, vor allem nach Krebs im Kindesalter, von einer therapieinduzierten Infertilität betroffen. Allerdings kann noch bis zu zwei Monate nach Therapieende eine Spermienproduktion vorhanden ist, da die späteren Stadien der Spermatogenese relativ resistent gegenüber einer Chemotherapie sind (Grafik 2).

Top 9 wie lange nach chemo verhüten tổng hợp bởi sale

Brustkrebs und Schwangerschaftsverhütung – Krebsinformationsdienst

  • Autor: krebsinformationsdienst.de
  • Einreichungsdatum: 03/27/2022
  • Bewertung: 4.74 (295 vote)
  • Zusammenfassung: Auch eine Chemotherapie kann die Funktion der Eierstöcke beeinträchtigen und zu … Die Wahl der Verhütungsmethode sollte sich nach der …

Wie funktioniert eine Chemotherapie? | Gesundheitsinformation.de

  • Autor: gesundheitsinformation.de
  • Einreichungsdatum: 01/26/2022
  • Bewertung: 4.46 (477 vote)
  • Zusammenfassung: Neben Operationen und Bestrahlungen werden zur Behandlung von Krebs häufig auch Medikamente eingesetzt. Eine Chemotherapie ist dafür ein typisches Beispiel.

Empfehlungen für zu Hause während oder nach der Chemo- und Strahlentherapie

  • Autor: gpoh.de
  • Einreichungsdatum: 06/12/2022
  • Bewertung: 4.31 (354 vote)
  • Zusammenfassung: Ein Hauptbestandteil der Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Krebserkrankungen ist die Chemotherapie, die zahlreiche allgemeine …

Vorbereitung auf die Chemotherapie – MSD-Gesundheit

  • Autor: msd-gesundheit.de
  • Einreichungsdatum: 01/26/2022
  • Bewertung: 4.02 (344 vote)
  • Zusammenfassung: Zögern Sie nicht, Ihr Onkologieteam um Rat und nach weiteren Informationen zu fragen. Auch wenn einige Medikamente bei manchen Patienten zur Unfruchtbarkeit …

Kinderwunsch und Krebs – Oncovia

  • Autor: oncovia.com
  • Einreichungsdatum: 03/20/2022
  • Bewertung: 3.9 (487 vote)
  • Zusammenfassung: Einige Ärzte empfehlen, dass Frauen in den ersten 6 Monaten nach Beendigung der Chemotherapie nicht schwanger werden sollten. Sie gehen davon aus, …
  • Suchergebnisse: Viele Menschen, die an Krebs erkrankt sind, befürchten, dass ihre Kinder ebenfalls an Krebs erkranken könnten. Die Forschung zeigt, dass Kinder von Menschen mit Krebs und Krebsüberlebenden kein höheres Risiko haben, an der Krankheit zu erkranken. …

Chemotherapie und Fruchtbarkeit – Fortpflanzungszentrum

  • Autor: reproduktionsmedizin.uk-erlangen.de
  • Einreichungsdatum: 05/08/2022
  • Bewertung: 3.64 (472 vote)
  • Zusammenfassung: Für den Zeitraum der Chemotherapie und die nächsten sechs Monate nach der Behandlung sollten Frauen und Männer eine sichere Verhütungsmethode wählen, …

Während Krebstherapie besser nicht schwanger werden

  • Autor: gesundheitsstadt-berlin.de
  • Einreichungsdatum: 02/27/2022
  • Bewertung: 3.46 (302 vote)
  • Zusammenfassung: Bei Brustkrebs sollte zudem auf eine hormonelle Verhütung verzichtet … der Fälle nach einer Chemotherapie wieder ein“, sagt Weg-Remers.

Kin­der­wunsch nach Krebs­the­ra­pie des Man­nes

  • Autor: swissmom.ch
  • Einreichungsdatum: 01/15/2022
  • Bewertung: 3.19 (266 vote)
  • Zusammenfassung: Die zur Chemotherapie eingesetzten Zytostatika sind grundsätzlich immer erst einmal toxisch für die Keimzellen. Da die vollständige …

Kinderwunsch und Krebs: Die wichtigen Fakten | DKG

  • Autor: krebsgesellschaft.de
  • Einreichungsdatum: 09/10/2022
  • Bewertung: 3.17 (235 vote)
  • Zusammenfassung: Krebstherapien können die Fruchtbarkeit einschränken. Daher ist es sehr wichtig, vor der Behandlung fruchtbarkeitserhaltende Maßnahmen zu ergreifen.